Donnerstag, 20. Juli 2017
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Ich hab’s wieder getan – natürlich!

Gestern perlte meine → Personal Kanban-Karte “jährliche ToDo’s” an die Oberfläche. Eine Karte mit inzwischen so einigen Tasks. Einer davon erinnert mich zuverlässig an “meine persönliche Retro zum vergangenen Jahr”.

Also habe ich es mir mit ein paar Tassen Espresso gemütlich gemacht, “mein” → jazzradio-blues.radio.de angestellt, und meine persönliche Jahres-Retrospektive durchgeführt.

Meine Ergebnisse

Befreit von ein paar sehr persönlichen Punkten, verbleiben von meiner Top10-Liste diese Kern-Bereiche:

  1. “simplify my life”
  2. Fokussierung
  3. Nachhaltigkeit
  4. K.I.S.S.
  5. Social Media-Engagement
  6. “Beruf-ung”

Ge-WERT-et habe ich diese bewährterweise nach den → Perfection Game-Regeln.

Da auch die gefundenen Perfektions-Kriterien eher “privater” Natur sind, anbei abkürzend nur die Punktezahlen.

“simplify my life”

„3 von 10“ Perfection Game-Punkten

Dieses Thema ist stark mit meinen Überlegungen zu den weiteren Bereichen Fokussierung und K.I.S.S. verflochten.

Projiziere ich die → „simplify your life“-Idee auf meine Belange, ergibt sich hier mein größter Handlungsbedarf. Abermals für dieses Jahr.

Unnötig schwer macht es mir erneut mein Jäger-und-Sammler-Gen – unter anderem.

Ich hatte schon lange nicht mehr die Chance eines “reinigenden” Umzuges 😉

Aber auch hier ist meine Lösung nicht der “einfache” Weg ein größeres Haus zu kaufen. Ich muss den schwierigeren Weg gehen und z.B. meinen Fuhrpark verkleinern, meine Computer und Bastel-Keller ausmisten, Garagen und Speicher von so einigen “Schätzchen” befreien, meine Bücher-Regale ordnen, …

Fokussierung

„6 von 10“ Punkten

In meiner Rolle als Agile Coach erkläre ich unermütlich u.a. einen der fünf Scrum-Werte: Fokussierung.

Diesen selbst zu leben war auch im letzten Jahr immer mal wieder meine persönliche Herausforderung – meine Neu-GIER für immer neue Themen spielt mir gern einen Streich.

Vier Lösungsansätze habe ich zunächst erkannt.

Unter anderem setze ich rein tool-technisch noch mehr auf meine Personal Kanban-Liste – dazu nutze ich → Trello, mit dem ich mich über allen Plattform-Grenzen hinweg organisieren kann.

Die Trello-Karten ermöglichen mir schnell und unkompliziert, mich auf das Wesentliche zu konzentrieren – beispielsweise mit den jeweiligen Überlegungen zu → “Business Value” und “Risk Value”. Mit dieser Kombination sind diese ein probates Mittel gegen (m)eine Tendenz zur → Prokrastination.

Nachhaltigkeit

„7 von 10“ Punkten

Ohne mich hier zu sehr in Details zu verlieren:
im vergangenen Jahr habe ich es nicht in dem Maße geschafft, “Projekte” anzunehmen und durchzuführen, die meinen Kriterien für Nachhaltigkeit Stand hielten.

Hierzu werde ich künftig – speziell im Vorfeld eines Projekt-Startes – mehr Augenmerk darauf legen. Und (mir) noch mehr kritische Fragen stellen.

Sollte sich während der Laufzeit herausstellen, dass sich das Projekt nicht so entwickelt (entwickeln lässt), wie ursprünglich vermutet (versprochen), werde ich konsequenter die Reißleine ziehen.

Diesen Joker habe ich im zurückliegenden Jahr (leider) nur einmal tatsächlich gezogen. „Leider“ bedeutet hier, dass ich mich bei einem zweiten Projekt zu lange habe verbiegen lassen. Aber ich bin ja lernfähig – hoffentlich.

K.I.S.S.

„7 von 10“ Punkten

Hiermit meine ich die → KISS-Bedeutung

Keep it simple stupid

– nicht „keep it simple, stupid“!

Selbst wenn es mir immer mehr gelingt, mich grundsätzlich auf das KISS-Prinzip zu fokussieren, hier habe ich doch noch sehr konkrete ToDo’s.

Mache die Dinge so einfach wie möglich – aber nicht einfacher.
– Albert Einstein (?)

Es kostet mich gelegentlich eine gewisse Mühe meine natürliche Neigung zum → Perfektionismus pragmatisch auszubalancieren. Dies gelingt mir über die Jahre immer besser. Gerade bei der Vereinfachung vieler Aspekte meines (Projekt-) Alltags ist dies ein intensiver → Hebel, eine große Chance.

Social Media-Engagement

„8 von 10“ Punkten

Zunächst nur “gefühlt”, nun mit zwei Maßnahmen-Punkten begleitet:
dieses Jahr werde ich die Balance “Kosten” zu “Nutzen”, das heisst “LEBENS-Zeit” zu “neuen Im-PULS-en” (und deren zeitlichen Verarbeitungsmöglichkeiten) kritischer handhaben.

Mein Zeit-EINSATZ für „Twitter & Co.“ ist mir schleichend zu groß geworden.

“Beruf-ung”

„9 von 10“ Punkten

Wenn Du liebst, was Du tust,
wirst Du nie mehr in Deinem Leben arbeiten.
– Konfuzius

Mein Leitge-DANKE seit „klein auf“.

Erfreulicherweise war ich bis heute fast immer „arbeits-los“. Ich hatte nie einen „JOB“ („just over break“). Meine Hobbies und mein Beruf („Beruf“ im Wesen von „Berufung“) bildeten für mich zeitlebens eine → unzertrennliche Einheit…

Dennoch konnte ich einen Maßnahmen-Faktor identifizieren.

Für diesen Bereich habe ich das wirklich große Glück, kaum “perfekter” werden zu müssen – Danke!

Lessons Learned

Vor meiner aktuellen Retro lag “mein zurückliegendes Jahr” gefühlt bei ca. “8 von 10” Punkten – tatsächlich gibt es aber mehr zu tun.

Nun geht es an’s Eingemachte. Die Perfection Game-Erkenntnisse müssen priorisiert in mein Personal Kanban-System einge-PFLEGT und be-GLEITET werden.

Und weiter?

Der „Vision für das kommende Jahr“-Task ruft…

In diesem Sinne

“simplify your life”

Und bei Dir?
Wie sieht denn Deine persönliche Jahres-Retro aus?

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@ Boeffi  .net     aktualisiert am 24.06.2015

 

Passend zu diesem Beitrag:
→ Simplify my life – meine ersten Schritte

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