Freitag, 15. Dezember 2017
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Immer das Gleiche:
alle warten auf den Start des Meetings – und einer kommt (mal wieder) → zu spät – es „juckt“ ihn aber nicht einmal.

Heute im Daily …

Das Team besteht aus sieben Team-Mitgliedern. Sechs sind pünktlich anwesend. Einer ist „noch unterwegs“. Der ProductOwner, ein Stakeholder und ein Vertreter eines Zulieferes sind anwesend. Natürlich auch der ScrumMaster. Dann „schneit“ er publikums-wirksam herein:

… hatte einen wichtigen Termin …

[körpersprachlich] … stellt Euch doch nicht so an – ich bin doch gerade mal eine Minute zu spät …

Hmmm, ein positives Signal der Wertschätzung für seine KollegInnen?

Bis sich alles beruhigt hatte und es los gehen konnte waren schnell eineinhalb, fast zwei Minuten vergangen – multipliziert mit elf Personen …

… das kommt doch höchstens nur bei jedem zweiten Daily vor …

Der „Kollege“ scheint echt wichtig zu sein 😉

Einige Aspekte sind hier interessant und bedürfen der Begleitung durch einen erfahrenen ScrumMaster oder AgileCoach, z.B.

  • gruppen-dynamischen Effekte
  • infektiös und nachhaltig beginnender → Schlendrian
  • monitäre Auswirkungen
  • etc.

Rein monitär summiert sich diese Minute technisch auf gute drei Arbeitsstunden im Monat. Bei einem fiktiven internen Stundensatz von 100 EUR sind das mal eben ca. 3.500 EUR im Jahr.

Möglicherweise denkt er ja:

… aber das muß ich ja eh nicht zahlen …
(Oder, vielleicht doch? Irgendwann einmal?)

Aus einer Minute Unpünktlichkeit werden so schnell mal 3.500 EUR. Hochgerechnet auf die Organisation kommt man flugs zu noch bedeutend „negativeren“ Werten.

Dies nenn‘ ich mal einen Hebel (im Rahmen der aktuellen finanzmarkt-technischen „Hebelitis“)

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@ Boeffi  .net     aktualisiert am 27.09.2016

 

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sebadorn