Dienstag, 22. August 2017
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Ein Gastbeitrag [1] von → Christian Prison:

Freitag morgen 7:45 im Cafe Riese und ich soll das Lean Coffee moderieren – na das soll was was werden…

→ Boeffi hat Besuch vom Management und kann wahrscheinlich nicht kommen, taucht dann aber um kurz vor 8 doch auf. Da wir die einzigen sind ist die Moderation schnell vergessen und wir quatschen über diverse Themen aus unserem Alltag – hätte ich da mal besser schon angefangen dem Lean Coffee Konzept zu folgen, dann wüsste ich jetzt auch noch worüber 😉

Auch als wenig später → Alex dazustößt bleibt mein Enthusiasmus für die Themen größer als meine Moderationsfähigkeit. Als ich dann endlich die Kurve kriege und zumindest das Dot-Voting anrege, vergesse ich erst die Themenvorstellung und anschließend das Timeboxing. Naja, aller Anfang ist schwer, bin halt doch hauptberuflich PO und kein Coach ;-).

However, das erste Thema sind Metriken und ich berichte von unseren Anfängen mit Velocity, Fokus-Faktor und Co. sowie den von unserem Team selbst eingeführten Metriken „Achievements“ (work items done / sprint), „Problems“ (Bugs found * Gewichtungsfaktor je später im Prozess sie entdeckt werden) und „Quality“ (Bauchgefühl der Tester in %, wie hoch sie die Wahrscheinlichkeit einschätzen, dass wir aus dieser Funktion in Zukunft Bugs erleben werden). Alex empfiehlt das mir unter „Quality Circle“ oder „Team Rad“ bekannte Spinnennetz. Und auch Badgets kommen zur Sprache. Boeffi meint, dass „Management by Numbers“ generell nicht so gut funktioniert wie Modelle, die die Personen in den Vordergrund rücken.

Die nächsten beiden Themen „Standort Köln“ und „Ausbildung“ besprechen wir zusammengefasst (hat sich während des Gesprächs so ergeben):

irgendwie scheint sich in Köln und Umgebung ein „Agiles Vakuum“ gebildet zu haben, die Musik spielt i.w. in München, Berlin und Hamburg. Wie können wir das ändern? Möglicherweise indem wir eine Art „Ausbildungsstätte zum Agile Facilitator“ schaffen, die im Moment eher „punktuellen Kurzausbildungen“ durch eine längerfristige Ausbildung ersetzen bzw ergänzen. Z.B. Scrum Master, Product Owner, Enterprise Transition, Kanban, Kaizen + Praktikum um nur ein paar der möglichen Inhalte zu nennen. Im Moment werden die frisch ausgebildeten Scrum Master etc. direkt in die Projektwelt entlassen und machen oft mehr kaputt als dass Sie die agilen Werte langfristig vorantreiben. Boeffi wird mal bei der IHK nachhorchen ob von dort irgendeine Form der Unterstützung denkbar ist.

Alles in allem wieder sehr interessant, die Zeit reichte nicht aus und trotz Verbesserungspotential beim Moderator ein gelungener Termin!

[1]

Medien- / Artikelbilder-Nachweis: Danke an und © siehe » 
Original-Beitrag unter cologne.leancoffee.org/2013/03/22/eindruecke-vom-8-lean-coffee-koeln

Dort gibt es in den Kommentaren auch weitere Links mit Tipps und Hinweisen zu den Themen-Postit’s auf Trello sowie viele weitere spannende Eindrücke zu den vergangenen „Lean Coffee Köln“-Events.